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Verrunden

Das Verfahren der Verrundung beschreibt allgemein die Bearbeitung von Werkstoffen, um scharfe Kanten zu entfernen. Hauptsächlich wird das Verrunden in der Metallverarbeitung eingesetzt. Hierfür stehen verschiedene industrielle Anlagen zur Verfügung. Häufig kommt das Laserverfahren zum Einsatz. Dabei wird gebündelte Laserstrahlung im Dauerstrich- oder Pulsbetrieb verwendet, um die benötigte Leistungsdichte auf den zu verrundenden Kanten zu erzeugen. Auf diese Weise werden scharfe Kanten geschmolzen und Schmelzgut erzeugt. Nach dem Erkalten wird dieses einem gleichmäßigen und konstanten Atmosphärendruck aus der Schutzgasatmosphäre ausgesetzt. Schließlich entstehen die gewünschten Verrundungen. Um die Oberflächenqualität der zu verrundenden Kanten zu optimieren, werden spezielle Schutzgase eingesetzt. Auf diese Weise entsteht eine glatte Oberfläche. Die Bewegungen der Laserstrahlen längs der zu verrundenden Kantenkonturen in der Schutzgasatmosphäre bewirken die Aufschmelzung, die weiteren Bewegungen der Laserstrahlen führen zur Erstarrung der aufgeschmolzenen Kante. In der Schutzgasatmosphäre entstehen schließlich die Verrundungen.

Beim Verrunden mit dem Laserstrahl werden also scharfe Metallkanten unter einer speziellen Schutzgasatmosphäre geschmolzen und ebenso unter der Schutzgasatmosphäre wieder erhärtet. Die im Prozess des Aufschmelzens entstandene Kantenverrundung wird vielfach in der verarbeitenden Metallindustrie angewendet. Aber auch andere Werkstoffe wie beispielsweise Holz oder Kunststoff können so bearbeitet werden. Beim Laserverrunden ensteht nur ein geringer Wärmeeinfluss. Aufgrund dieser Tatsache wirkt nur wenig Wärme auf das Material ein, wodurch insbesondere bei dünnen Metallblechen eine Verformung verhindert werden kann.

In Fachkreisen gilt es mittlerweile als gesichert, dass die Vorbereitung der zu verrundenden Kanten nach dem Verrunden zwar die Standzeit erhöht, jedoch ebenso größere Vorschübe und Schnittgeschwindigkeiten erzielt werden können. Sinn und Zweck dieser Bearbeitungsweise ist die gleichmäßige Verrundung aller Schneidkanten, welche nach dem Schleifen meist noch Unebenheiten und Dellen aufweisen.

Die Vorteile der Verrundung von Kanten sind vielfältig. Die Arbeitsmethode eignet sich für Bohr- und Fräswerkzeuge, minimiert Ausbrüche auch im Mikrobereich, reduziert die Kontaktbereiche zwischen Werkzeug und Span, verringert sämtliche Reibwerte im Spanabfuhrbereich und ermöglicht auch bei einer neuen Fertigung den notwendigen Nachschliff.